Wir sind für Sie da!

Neben der Versorgung von Schlag­anfall­patienten widmen wir uns als ausgewiesenes MS-Zentrum um alle Formen der MS und NMO-Spektrums­erkrankung sowie als weiteren Schwerpunkt um Bewegungs­störungen (insbesondere Parkinson­erkrankung). Therapeutisch kommen alle modernen und innovativen Substanzen zum Einsatz. Ihre medizinische Versorgung wird neben fachärztlicher Kompetenz durch ein breites Team von Therapeuten gewährleistet. Wir arbeiten in enger Kooperation mit den Kliniken für Neuro­chirurgie und den Instituten für diagnostischen und interventionelle Radiologie des Universitäts­klinikums Essen und des Knapp­schafts­kranken­hauses in Bochum zusammen.

"Wir bieten eine patientenorientierte und individualisierte Versorgung."

Prof. Dr. med. Ralf Gold, Klinikdirektor

Flyer Patienten­infor­ma­tion zur Klinik für Neurologie

Schwerpunkte

  • Multiple Sklerose
  • Entzündliche Polyneuropathien
  • Morbus Parkinson
  • Morbus Huntington / Chorea
  • Demenzerkrankungen / Alzheimerdemenz
  • Schlaganfall
  • Neuromuskuläre Erkrankungen (Myasthenia gravis, Myopathie)
  • Botulinumtoxin

Ernährung und Darm im Focus

Wir bieten unseren Patienten innovative und moderne Therapien angepasst an den individuellen Verlauf der Erkrankung unter Berücksichtigung der Patientenwünsche. Zudem sind wir in der therapierelevanten translationalen Forschung tätig. Aktuell geht es um Ursachen neuroimmunologischer Erkrankungen wie vor allem Einflüsse aus der Umwelt mit dem Fokus auf die Ernährung und den Darm (Mikrobiom und Metabolismus). Erkenntnisse der Forschung werden bei MS-Patienten angewendet.

Selten ist gar nicht so selten

Die entzündliche Polyneuropathie ist eine Erkrankungsgruppe, die viele unterschiedliche Formen umfasst. Die häufigste Form ist die CIDP (chronisch inflammatorisch demyelinisierende Polyneuropathie). Wenngleich jede dieser Formen selten sein mag, ist die Gesamtheit der entzündlichen Polyneuropathien gar nicht so selten. Unsere Neurologie bietet innovative diagnostische Verfahren (moderne MR-Technik in Kooperation mit Heidelberg) und Therapieoptionen an. Unsere Infusionsambulanz stellt die ambulante Versorgung der Patienten sicher.

Gesamtes Spektrum der Diagnostik

Die Parkinson-Spezialambulanz richtet sich an Patienten mit der Verdachts- oder bereits gesicherten Diagnose eines Morbus Parkinson oder anderer extrapyramidal-motorischer Erkrankungen (Dystonie, Multisystematrophie u.a.). Unter der Leitung langjährig erfahrener Fachoberärzte wird das gesamte Spektrum der Differentialdiagnostik von Bewegungsstörungen zur Abklärung unklarer Symptome und zur Sicherung der Diagnose angeboten. Bei Patienten in frühen Stadien der Erkrankung werden eine differenzierte Initialbehandlung mit Medikamenten und zusätzliche Therapieverfahren eingeleitet. Für Betroffene im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf wird eine Therapieoptimierung ambulant vorgenommen oder, falls notwendig und gewünscht, eine stationäre Behandlung initiiert.

Forschung im Huntington Zentrum NRW

Seit fast 20 Jahren forschen die Neurologen des KKB im Huntington Zentrum NRW. Gemeinsam mit vielen nationalen und internationalen Kooperationspartnern sind wir an etwa 100 wissenschaftlichen Publikationen beteiligt. In unserem klinischen Forschungszentrum werden Studien zum Einsatz neuer Medikamente bei der Huntington-Erkrankung durchgeführt. Seit etwa sechs Jahren betreiben wir eine eigene tierexperimentelle Forschung zur Entwicklung neuer Medikamente. Klinische Forschungsschwerpunkte sind: die Entwicklung von Verlaufparametern (Biomarker) mit einem Schwerpunkt bei der Entwicklung von motorischen Tests (z.B. Tapping), funktioneller Kernspintomographie, ereigniskorrellierte Potentiale und Untersuchungen zur Pathophysiologie (mitochondriale Dysfunktion; Atemtest); modifizierende Gene (Modifier).

Gedächtnissprechstunde deckt kognitive Defizite auf

Unsere Neurologie bietet eine Gedächtnissprechstunde an, um frühzeitig klinisch relevante kognitive Defizite zu erkennen. Im Falle einer erforderlichen stationären Abklärung erfolgt diese auf der Station für Neurodegenerative Erkrankungen (Schwerpunkt Parkinson / Bewegungsstörungen und Demenz). Eine eingehende psychometrische Untersuchung wird mit unseren Kollegen der Neuropsychologie umgesetzt. Die klinische Forschung im Bereich Parkinson und Demenz ist im Forschungszentrum für Neurodegeneration unter der Leitung von Prof. Siegfried Muhlack etabliert. Eine Terminierung für die Sprechstunde oder für das klinische Forschungszentrum kann über das Sekretariat, Frau Kaminski, erfolgen.

Bei optimaler Behandlung heilbar!

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Eine qualitativ hochwertige und unverzügliche Behandlung eines Schlaganfalls ist sowohl bestimmend für den Genesungsverlauf des Patienten, als auch für die weitere Lebensgestaltung des Betroffenen und seiner Familie.

Im St. Josef-Hospital wurde bereits 1996 eine Schlaganfall-Spezialstation (sog. Stroke Unit) errichtet. Diese Station ist eine der ersten und größten bundesweit und wird regelmäßig als überregionale Stroke Unit zertifiziert.

In Kooperation mit dem Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie besteht direkt vor Ort eine Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit der mechanischen Thrombektomie. Eingebettet im Neurovaskulären Netz Ruhr bietet unser Haus für Patienten mit akutem Hirninfarkt somit alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der modernen Schlaganfallmedizin an.

Niedergelassene Neurologen können bei speziellen Fragestellungen Patienten in unsere Ultraschallambulanz überweisen.

Diagnostik und Behandlung neuromuskulärer Erkrankungen (wie z.B. Neuropathien, Nervenläsionen, Motoneuronerkrankungen, Muskeldystrophien, Myositiden, Erkrankungen der neuromuskulären Übertragung).

PD Dr. Christiane Schneider-Gold
Dr. Susanne Otto
Termine nach Vereinbarung unter Tel. (0234) 509-2420

Botulinumtoxinbehandlungen bei Dystonien (z.B. Blepharospasmus /Torticollis), Hemispasmus facialis, Spastik und chronischer Migräne.

Dr. Susanne Otto
Termine nach Vereinbarung unter Tel. (0234) 509-2420

Medizinische Leitung

Prof. Dr. Ralf Gold

Direktor

Neurologie

0234/509-2411 Vita

So erreichen Sie uns

St. Josef-Hospital

Klinikum der Ruhr-Universität Bochum

Gudrunstraße 56
44791 Bochum

Telefon 0234/509-0
Telefax 0234/509-3995

Sekretariat

Kristina Bytyn

Telefon 0234 / 509-2420
Telefax 0234 / 509-2414

Poliklinik

Claudia Böhm
Tanja Morawa
Cornelia Düring
Gabriele Ehlert

Telefon 0234/509-2420
Telefax 0234/509-2439

Zentrales Patientenmanagement

Petra Waßmann

Telefon 0234/509-2420
Telefax 0234/509-2402

Entlassmanagement

Winfried Mülder

Telefon 0234/509-2401
Telefax 0234/509-2402

Infusionsambulanz

Isabella Schustok

Telefon 0234/509-2420
Telefax 0234/509-2439

Studienambulanz

Tanja Morawa
Claudia Nabring
Theres Trabert
Christiane Stamm
Lilian Athiambo

Telefon 0234/509-2441
Telefax 0234/509-2442

Forschungs­zentrum für Neuro­degeneration (Parkinson / Demenz) und Gedächtnis­sprechstunde

Barbara Kaminski
Daniela Kaminski

Telefon 0234/509-2703
Telefax 0234/509-2742
b.kaminski@klinikum-bochum.de

4.500

stationäre Patienten jährlich

6.000

ambulante Patienten jährlich

110

stationäre Betten

Im Fokus Beim Schlaganfall zählt jede Minute zum artikel

Mehr als bei jeder anderen Krankheit spielt der Faktor Zeit beim Schlaganfall die entscheidende Rolle. Bei akutem Verschluss eines Hirngefäßes können die Hirnzellen nur für kurze Zeit ohne Sauerstoff auskommen, so dass beim Schlaganfall jede Sekunde zählt. „Time is brain“, sagen dazu die Experten („Zeit ist Gehirn“).

„Wir wollen auf 30 Minuten herunterkommen.“

PD Dr. Christos Krogias
Leiter der Schlaganfall-Station (Stroke Unit)

Forschung & Lehre

Unsere Neurologie ist neben der medizinischen Versorgung der Patienten in ihren Schwerpunkten sehr forschungsaktiv: Multiple Sklerose, Entzündliche Polyneuropathie, M. Parkinson, Chorea Huntington, M. Alzheimer/ Demenz, Ischämischer Schlaganfall, Neuromuskuläre Erkrankungen.


Aktuelles

Katholisches Klinikum Bochum gehört zu den besten deutschen Krankenhäusern

22.10.2019

Top-Platzierungen in der neuen FOCUS-Klinikliste 2020

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) hat seine seit Jahren bestehende Position
unter den besten deutschen Krankenhäusern erneut bestätigt. Dies ergibt sich aus der
heute neu erschienenen Liste „Top-Kliniken 2020“ des Nachrichtenmagazins FOCUS.
Im Ruhrgebiet erreichte das KKB den zweiten Platz, in Nordrhein-Westfalen Platz sieben
und bundesweit unter den insgesamt rund 1900 Krankenhäusern Platz 34. Unter den
freigemeinnützigen Trägern belegt das KKB in Deutschland Platz eins. Auch unter den
privaten Trägern ist kein einziges Klinikum höher eingeordnet.
Basis für die Rangliste ist in erster Linie die Bewertung von niedergelassenen Ärzten.
Nur wenn eine Klinik von ihnen überdurchschnittlich häufig empfohlen wird, kommt sie
für eine Top-Platzierung in Betracht. Ebenso fließen in die Bewertung nach FOCUS-Angaben die Patientenzufriedenheit, der Behandlungserfolg bei Operationen,
Komplikationsquoten, die technische Ausstattung, die Zahl der Ärzte und Qualifikation
der Pflegekräfte sowie der Hygienestandard ein.
Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KKB: „In zahlreichen
ärztlichen Fachrichtungen haben wir uns entsprechend den politischen Vorgaben
konsequent spezialisiert und können dadurch eine hohe medizinische Qualität anbieten.
Zugleich steht menschliche Zuwendung für uns obenan. Beides zu kombinieren ist
wichtig. Durch die Top-Platzierung in der FOCUS-Liste sehen wir uns auf diesem Weg
bestätigt.“
In zahlreichen ärztlichen Disziplinen landete das Katholische Klinikum Bochum weit
vorne, insbesondere mit seinem Universitätsklinikum St. Josef-Hospital. In besonderem
Maße gilt dies für die Diabetologie und die Behandlung der Multiplen Sklerose im Bereich
der Neurologie. Dort wurden auch die Parkinson- und Alzheimer-Medizin hoch gelistet.
Weitere Spitzenränge erreichten die Kinder-Diabetologie in der Universitätskinderklinik
Bochum, die Geriatrie im Marien-Hospital Wattenscheid, die Gefäßchirurgie, Kardiologie,
Strahlentherapie, Wirbelsäulen-Chirurgie, Gallenblasen- und Gallenwegs-Chirurgie
sowie die Behandlung von Darmkrebs und Hautkrebs.

Tödliche Erbkrankheit Huntington - Potenzielles Huntington-Medikament verträglich

08.07.2019

Ein Medikament gegen die bislang unheilbare Erbkrankheit Morbus Huntington zielt darauf ab, die Belastung des Gehirns durch schadhafte Genprodukte zu reduzieren. Erstmals hat ein internationales Konsortium bei Huntington-Kranken untersucht, wie verträglich die Substanz ist.

Das potenzielle Huntington-Medikament Ionis-HTT-Rx (RG6042) hat sich in einer klinischen Studie als verträglich erwiesen und senkt dosisabhängig die Menge des schadhaften Proteins Huntingtin im Nervenwasser. In der plazebo-kontrollierten Studie mit 46 Patientinnen und Patienten stellten die Mediziner fest, dass die Substanz keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auslöst. Der Wirkstoff zielt darauf ab, unter anderem die Produktion des schadhaften Proteins Huntingtin einzudämmen. Aufgrund der kurzen Behandlungsdauer kann die Studie noch keine Aussagen zur klinischen Wirksamkeit des Medikaments liefern. "Wir hoffen, dass die Huntington-Krankheit dank des Medikaments weniger schnell verläuft und sich vielleicht sogar Symptome zurückbilden", sagt der Ulmer Neurologe Prof. Dr. G. Bernhard Landwehrmeyer, der die klinische Studie in Deutschland leitet.

Die Ergebnisse zur Verträglichkeit berichten die Forscherinnen und Forscher im New England Journal of Medicine vom 13. Juni 2019. Das University College London koordinierte die Studie. In Deutschland beteiligt waren die Abteilung für Neurologie des Universitätsklinikums Ulm/Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm (Prof. Dr. G. Bernhard Landwehrmeyer), das Huntington-Zentrum NRW am St. Josef-Hospital - Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum (Prof. Dr. Carsten Saft) und die Charité - Universitätsmedizin Berlin (Prof. Dr. Josef Priller).

Schwache Nebenwirkungen

Das Medikament wurde per Lumbalpunktion direkt ins Nervenwasser verabreicht. 12 der 46 Patientinnen und Patienten erhielten ein Plazebo. Bei den übrigen Teilnehmern wurde in verschiedenen Kohorten die Dosis schrittweise im Verlauf der Studie gesteigert. Keiner der Patienten berichtete schwere Nebenwirkungen. Einige klagten über leichte Kopfschmerzen, die jedoch auch in der Plazebogruppe auftraten. "Dies ist die typische Nebenwirkung einer Lumbalpunktion, und ist nicht auf den Wirkstoff zurückzuführen", erklärt Carsten Saft, Leiter des klinischen Bereichs am Bochumer Huntington-Zentrum.

Substanz vermindert die Belastung des Gehirns mit schadhaften Genprodukten

Die Forscher beobachteten außerdem, dass das Medikament die Menge des Proteins Huntingtin im Nervenwasser verringerte - ein Hinweis, dass die Substanz so wirkt wie beabsichtigt. "Wir können allerdings noch keine Aussagen zur klinischen Wirksamkeit machen", betont Carsten Saft. "Dafür war die Patientenzahl zu klein."

Ziel ist es, dass der Wirkstoff die Menge der schadhaften Huntingtin-Genprodukte und auch des schadhaften Proteins Huntingtin im Gehirngewebe senkt; allerdings kann die Proteinmenge nicht direkt im Gehirn bestimmt werden, sondern nur indirekt im Nervenwasser. "Sollte die Verringerung des Huntington-Proteins gelingen, kann man auch über eine Behandlung noch nicht erkrankter Familienmitglieder nachdenken, die die entsprechende genetische Veränderung in sich tragen", so Bernhard Landwehrmeyer.

Wirkmechanismus

Bei der Huntington-Krankheit liegt eine Mutation in einem einzigen Gen vor, die dazu führt, dass eine schadhafte Form des Proteins Huntingtin erzeugt wird. Betroffene leiden typischerweise an einer Bewegungsstörung mit unwillkürlichen Überbewegungen. Außerdem kommt es häufig zu einer Wesensveränderung und zu psychischen Veränderungen. Die Krankheit wird autosomal-dominant vererbt: Jeder Nachkomme eines Huntington-Patienten hat eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, Mutationsträger zu sein und selbst zu erkranken.

Bei dem Wirkstoff Ionis-HTT-Rx (RG6042) handelt es sich um ein sogenanntes Antisense-Oligonukleotid. Es dockt an die Boten-RNA an, die eine Kopie des Huntingtin-Gens ist. Die Boten-RNA transportiert den Bauplan für das Protein aus dem Zellkern in die Zellflüssigkeit. Dort wird basierend auf dem Bauplan das Protein Huntingtin erzeugt. Wenn die Boten-RNA durch das Antisense-Präparat blockiert ist und abgebaut wird, wird weniger Huntingtin gebildet. Tierversuchsstudien haben gezeigt, dass die Substanz die Huntingtin-Menge im Gehirn reduziert; darüber hinaus waren die Symptome der Mäuse geringer ausgeprägt.

Weitere Studien geplant

Die Pharmafirma, die die Studie finanzierte, hat gerade eine größere Untersuchung begonnen, die die klinische Wirksamkeit des Medikaments testen soll (Phase-III-Studie). Für diese weltweite Studie sollen etwa 660 Teilnehmer rekrutiert werden, denen das Medikament über zwei Jahre in regelmäßigen Abständen per Lumbalpunktion direkt in das Nervenwasser verabreicht wird.

Anhand dieser Daten wollen die Mediziner auch Veränderungen untersuchen, die sie bislang nicht eindeutig interpretieren konnten, beispielsweise eine unerwartete Veränderung der Hirnventrikel, die sie in der aktuellen Studie bei den Patienten beobachteten.

25 Jahre Huntington-Zentrum NRW

Das Huntington-Zentrum NRW gehört mit etwa 800 Patientinnen und Patienten, die betreut werden, zu den größten der Welt. Das Zentrum ist Mitglied des europäischen Huntington-Netzwerkes (EHDN) und nimmt an der weltweiten Beobachtungsstudie "Enroll-HD" teil. Humangenetiker (Leiter: Prof. Dr. Huu Phuc Nguyen) und Neurologen (Klinikdirektor: Prof. Dr. Ralf Gold) mit besonderer klinischer Kompetenz arbeiten hier intensiv in Klinik und Forschung zusammen, um eine umfassende psychosoziale Betreuung nicht nur für direkt Betroffene zu gewährleisten, sondern auch für deren Umfeld. 2019 feiert die Einrichtung ihr 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet am 14. September ein internationales Symposium für Betroffene und Ärzte im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals statt.

Huntington-Forschung und -Behandlung in Ulm

Das Huntington-Zentrum der Abteilung Neurologie (Leiter: Prof. Dr. Albert C. Ludolph) der Ulmer Universitätsmedizin betreut regelmäßig rund 500 Patientinnen und Patienten. Das Huntington-Zentrum Ulm ist Sitz der zentralen Koordination des europäischen Huntington-Netzwerkes, das von 2004 bis 2014 von Prof. Dr. G. Bernhard Landwehrmeyer geleitet wurde. Prof. Landwehrmeyer ist auch Leiter der weltweiten prospektiven Kohorten-Studie "Enroll-HD" mit über 21.000 Teilnehmern, die wichtige Einblicke in den natürlichen Krankheitsverlauf bietet. 2018 hat ein neuer Standort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Ulm die Arbeit aufgenommen (Standortsprecher: Prof. Dr. Albert C. Ludolph); Schwerpunkt des DZNE-Standorts Ulm sind seltenere neurodegenerative Erkrankungen wie die Huntington-Krankheit. Die Universitätsmedizin bringt neben einem großen Patientenkollektiv Biomaterialien und viel Erfahrung in klinischen Studien ein.

Förderung

Die Forschung wurde unterstützt von Ionis Pharmaceuticals und F. Hoffmann-La Roche.

Originalveröffentlichung

Sarah J. Tabrizi et al.: Targeting Huntingtin expression in patients with Huntington's Disease, in: New England Journal of Medicine, 2019, DOI: 10.1056/NEJMoa1900907

18 Ärzte des Katholischen Klinikums Bochum unter den Top-Medizinern in Deutschland

12.06.2019

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) gehört weiterhin zu den führenden

Krankenhäusern in Deutschland. In der neuen Ausgabe des Magazins FOCUS

Gesundheit unter dem Titel „Deutschlands Top-Ärzte“ sind insgesamt 18 KKB-Mediziner

gelistet, die von ärztlichen Kollegen und von Patienten als besonders kompetent

gewürdigt werden. Im vergangenen Jahr waren es noch 15 Mediziner.

Ermittelt wird auch, ob innerhalb einer ärztlichen Disziplin bestimmte Spezialgebiete

abgedeckt werden, welche Eingriffe und Behandlungen ein Arzt anbietet und wie

häufig er sie vornimmt. Zu den Kriterien zählt darüber hinaus die wissenschaftliche

Aktivität, etwa über Publikationen oder die Teilnahme an klinischen Studien.

Aufgeführt werden in der Liste:

  • Prof. Waldemar Uhl (Bauchchirurgie, Tumoren des Verdauungstrakts, Gallenblasen- und Gallenwegs-Chirurgie)
  • Prof. Andreas Mügge (Bluthochdruck und Kardiologie)
  • Prof. Achim Mumme (Gefäßchirurgie und Venen)
  • Prof. Eggert Stockfleth (Hautkrebs)
  • Prof. Ralf Gold und Priv. Doz. Dr. Kerstin Hellwig (Multiple Sklerose)
  • Prof. Juris Meier (Diabetes) Prof. Stefan Dazert (Gehörerkrankungen, Nebenhöhlen-Operationen)
  • Dr. Norbert Teig (Neonatologie)
  • Dr. Klaus Hoffmann (Botox & Filler)
  • Prof. Anke Reinacher-Schick (Tumoren des Verdauungstrakts)
  • Prof. Markus Stücker und Prof. Stefanie Reich-Schupke (Venen)
  • Prof. Uwe Schauer (Neurodermitis)
  • Prof. Irenäus Adamietz (Strahlentherapie)

Neu dabei in der Liste sind Eggert Lilienthal (Diabetes bei Kindern & Jugendlichen), Prof. Ludger Pientka (Akutgeriatrie) und Prof. Tobias Schulte (Wirbelsäulenchirurgie).

Auszeichnung für Mediziner des KKB

05.03.2019

Seit Jahren gehört die Neurologie im St. Josef-Hospital Bochum bundesweit zu den renommiertesten Kliniken in der Behandlung von Multipler Sklerose (MS). Diesen Ruf haben Klinikdirektor Prof. Ralf Gold und Oberärztin PD Dr. Kerstin Hellwig nun in der aktuellen Rangliste des Nachrichtenmagazins FOCUS erneut bestätigt. Basis dafür sind Bewertungen von Patienten und ärztlichen Kollegen, aber auch die veröffentlichten Fachbeiträge und Teilnahme an Studien.

Ebenfalls ausgewertet wurde der Krankheitsbereich Neurodermitis. Hier gehört Prof. Uwe Schauer, Oberarzt an der Universitäts-Kinderklinik Bochum, zu den führenden Medizinern in Deutschland. Der FOCUS veröffentlicht Ranglisten zu wichtigen medizinischen Bereichen schon seit Jahren. Ärzte des Katholischen Klinikums Bochum (KKB) sind dort traditionell stark vertreten.

Minister Laumann: Rund 5 Millionen Euro für das Katholische Klinikum Bochum

11.12.2018

Mit der Einzelförderung von Investitionen in Krankenhäuser ergreift die Landesregierung effektive Maßnahmen gegen die Unterfinanzierung der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen. In diesem Rahmen hat Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann einen Förderbescheid an das Katholische Klinikum Bochum (KKB) übergeben. Ziel der mit dem „Entfesselungspaket I“ eingeführten Einzelförderung ist es, die Gesundheitsversorgung weiter zu verbessern, um eine qualitativ hochwertige und patientengerechte Versorgung für die Menschen in Nordrhein-Westfalen sicherzustellen. Für das Jahr 2018 wurde vom Land der Förderschwerpunkt „Qualitätsverbesserung der Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen sowie der Versorgung von schwerkranken Kindern und Jugendlichen“ festgelegt.

„Ich freue mich sehr, dass das Land Nordrhein-Westfalen das Katholische Klinikum Bochum bei der Versorgung von Menschen mit Seltenen Erkrankungen, insbesondere mit Chorea Huntington, unterstützt. Gerade bei Seltenen Erkrankungen wie Chorea Huntington ist es wichtig, die Fachexpertise zu verbessern. Das betrifft sowohl die Diagnostik und Versorgung der Betroffenen als auch die Forschung. Durch die Kooperation mit der Ruhr Universität Bochum wird die Expertise im Bereich Chorea Huntington gebündelt. Das hat enorme Vorteile. Denn so können Betroffene direkt von neu gewonnenen Erkenntnissen profitieren“, erklärte Laumann bei der Bescheidübergabe.
 
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hat dem Katholischen Klinikum Bochum einen Antrag bewilligt, dessen Förderhöhe sich auf rund fünf Millionen Euro beläuft. Die Summe soll in die Versorgungssituation von Patienten mit Chorea Huntington und weiteren Seltenen Erkrankungen investiert werden. Insbesondere Diagnostik- und Therapieräume sollen davon profitieren.
 
Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KBB, freute sich über die Unterstützung der Landesregierung: „Die Förderung empfinden wir als wichtiges Zeichen der Wertschätzung unserer medizinischen Arbeit. Seltene Erkrankungen sind in der Medizin eine besondere Herausforderung. Dies gilt gleichermaßen für Diagnostik, Behandlung und Forschung. Unsere in diesem Bereich seit vielen Jahren aufgebaute Expertise umfasst die Pädiatrie bei Kindern jedes Lebensalters sowie die Neurologie mit einem Schwerpunkt Huntington. Wir werden durch die Landesförderung nun in die Lage versetzt, diese Anstrengungen noch weiter zu intensivieren. Dazu gehören bauliche Erweiterungen auf unserem Gelände.“

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

St. Josef-Hospital Bochum gehört zu den besten Krankenhäusern in Deutschland

23.10.2018

Das St. Josef-Hospital Bochum (Klinikum der Ruhr Universität) gehört wie bereits in den vergangenen Jahren zu den besten Krankenhäusern in Deutschland. Dies geht aus der heute erschienenen Klinikliste 2019 des Nachrichtenmagazins FOCUS hervor. Sie erscheint seit vielen Jahren und listet dabei anhand von festgelegten Kriterien die leistungsfähigsten Krankenhäuser auf.

Zugrunde gelegt werden Qualitätsindikatoren wie die Häufigkeit von Komplikationen, Patientenzufriedenheit, Reputation, Personalstärke und Hygiene. Ausgewertet wurden 900 der rund 1950 Krankenhäuser in Deutschland. Das zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörende St. Josef-Hospital erreichte im Ruhrgebiet den zweiten Platz, in Nordrhein-Westfalen Platz sieben und bundesweit Platz 31.

„Innovation, Qualität und eine nachhaltige Orientierung am Wohl des Patienten gehören für eine moderne Universitätsklinik untrennbar zusammen. Diesem Anspruch haben wir uns verschrieben und fühlen uns auf diesem Weg durch die Auszeichnung in der FOCUS-Liste bestätigt“, sagte der Medizinische Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum, Prof. Dr. Christoph Hanefeld.

Auf den vorderen Plätzen landeten insbesondere die Diabetologie (Prof. Juris Meier) und Neurologie (Prof. Ralf Gold) mit den Schwerpunkten Multiple Sklerose, Parkinson und Alzheimer, die Wirbelsäulenchirurgie (Prof. Tobias Schulte), die Chirurgie (Prof. Waldemar Uhl) und Onkologie (Prof. Anke Reinacher-Schick) in der Darmkrebs-Medizin, die Chirurgie bei Gallenblasenoperationen sowie Gefäßchirurgie (Prof. Achim Mumme), Kardiologie (Prof. Andreas Mügge) und im Marien-Hospital Wattenscheid die Akutgeriatrie (Prof. Ludger Pientka).

Nach Herzstillstand ist auch im Krankenhaus höchste Eile geboten

19.06.2018

  • Josef-Hospital Bochum behandelt nach den strengen Regeln eines Cardiac Arrest Centers
  • Ärzte und Pflegekräfte arbeiten interdisziplinär zusammen

Nach einem Herz-Kreislaufstillstand ist höchste Eile geboten: Sofortige Alarmierung des Rettungsdienstes und Herzdruckmassage sind zwingend erforderlich. Was aber muss passieren, wenn der erfolgreich reanimierte Patient dann ins Krankenhaus kommt? Auch hier darf keine Zeit verloren werden.

„Wir arbeiten nach strikt festgelegten Standards, damit der Patient höhere Überlebenschancen hat“, sagt Prof. Andreas Mügge, Chefarzt der zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB) gehörenden Universitätsklinik für Kardiologie im St. Josef-Hospital Bochum. Fachleute sprechen dann von einem sogenannten Cardiac Arrest Center. Die Prozesse müssen eindeutig und nachvollziehbar geregelt sein.

Jeder Mitarbeiter der Versorgungskette, sowohl im ärztlichen wie im pflegerischen Bereich, hat klare, professionell formulierte Regeln zur Verfügung, nach denen er vorgeht (Standard Operation Procedures), um die Qualität der Behandlung auf höchstem Niveau zu garantieren. Dies gilt bereits in der Zentralen Notaufnahme, ebenso aber auch bei der späteren Versorgung auf der Intensivstation.

Von besonderer Bedeutung ist es, die Ursache des Herzstillstands zu klären. Herzprobleme, zum Beispiel ein Infarkt, sind die häufigsten Gründe, es kann aber auch eine Lungenembolie, eine Hirnblutung oder Hirnverletzung gewesen sein. Je nach Befund kommt der Patient dann entweder zur Intervention bzw. Stent-Implantation  ins Herzkatheterlabor oder bei neurologischen Erkrankungen  zum CT. „In dieser Akutdiagnostik eine falsche Entscheidung zu treffen, würde viel Zeit kosten und hätte schwerwiegende Konsequenzen“, sagt PD Dr. Alexander Wutzler, Leitender Arzt der Rhythmologie und Sprecher des Cardiac-Arrest-Centers im St. Josef-Hospital.

In einem modernen Cardiac Arrest Center arbeiten viele ärztliche Fachrichtungen zusammen: Kardiologie, Neurologie, Intensivmedizin, Anästhesie, Radiologie und Unfallchirurgie. „Nur wenn eine solche Interdisziplinarität in einem Haus mit kurzen Wegen gegeben ist, kann der Patient auf bestmögliche Hilfe hoffen“, sagt Dr. Thomas Breuer, Ärztlicher Leiter der konservativen Intensivstation im St. Josef-Hospital.  Genauso wichtig ist eine spezialisierte Pflege auf modern ausgestatteten Intensivstationen. Patienten, die reanimiert ins Krankenhaus kommen, sind extrem verletzlich, instabil und oft gar nicht transportfähig. Regelmäßige Schulungen sind zwingend erforderlich.

15 Ärzte des Katholischen Klinikums Bochum unter den Top-Medizinern in Deutschland

05.06.2018

Neue Ausgabe des Magazins FOCUS-Gesundheit erschienen

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) mit seinen Universitätskliniken St. Josef-Hospital und St. Elisabeth-Hospital gehört weiterhin zu den führenden Krankenhäusern in Deutschland. In der neuen Ausgabe des Magazins FOCUS Gesundheit unter dem Titel „Deutschlands Top-Ärzte“ sind insgesamt 15 Mediziner gelistet, die von ärztlichen Kollegen und von Patienten als besonders leistungsstark gewürdigt werden. Damit gehört der KKB-Verbund zur Spitzengruppe. Drei Ärzte aus dieser Liste sind gleich in zwei Kategorien aufgeführt, so dass sich insgesamt 18 Top-Bewertungen ergeben.

 

Ermittelt wird auch, ob innerhalb einer ärztlichen Disziplin bestimmte Spezialgebiete abgedeckt werden, welche Eingriffe und Behandlungen ein Arzt anbietet und wie häufig er sie vornimmt. Zu den Kriterien zählt darüber hinaus die wissenschaftliche Aktivität, etwa über Publikationen oder die Teilnahme an klinischen Studien.

 

Aufgeführt werden in der Liste:

                                                                           

  • Waldemar Uhl (Bauchchirurgie und Tumoren des Verdauungstrakts)
  • Andreas Mügge (Bluthochdruck und Kardiologie)
  • Achim Mumme (Gefäßchirurgie und Venen)
  • Eggert Stockfleth (Hautkrebs)
  • Ralf Gold und Priv. Doz. Dr. Kerstin Hellwig (Multiple Sklerose)
  • Juris Meier (Diabetes)
  • Stefan Dazert (Hals-Nasen-Ohren)
  • Norbert Teig (Neonatologie)
  • Klaus Hoffmann (Botox & Filler)
  • Anke Reinacher-Schick (Tumoren des Verdauungstrakts)
  • Markus Stücker und Prof. Stefanie Reich-Schupke (Venen)
  • Uwe Schauer (Neurodermitis)
  • Irenäus Adamietz (Strahlentherapie)

Wegweisender Fortschritt in der Therapie der Nervenkrankheit Huntington

15.12.2017

  • Verringerung des krankheitsverursachenden toxischen Proteins erstmals nachgewiesen
  • St. Josef-Hospital Bochum an internationaler Studie beteiligt
  • „Wir sind einen riesigen Schritt nach vorn gegangen“

Hoffnung für die Patienten der bisher unheilbaren, vererblichen Huntington-Erkrankung: Erstmals in der medizinischen Forschungsgeschichte ist es in einer internationalen Studie mit 46 Patienten aus Großbritannien, Deutschland und Kanada gelungen, die Verringerung des toxischen Huntingtin-Proteins im Nervenwasser, das als Ursache für die Entstehung dieser tückischen Krankheit gilt, mit einem Medikament nachzuweisen. Darüber hinaus erwies sich das Medikament, das in den Nervenwasserkanal der Lendenwirbelsäule eingebracht wurde, als sicher und verträglich.

Das Huntington-Zentrum NRW, angesiedelt in der von Prof. Ralf Gold geleiteten Universitätsklinik für Neurologie im St. Josef-Hospital Bochum, ist an der Studie gemeinsam mit acht weiteren Instituten (in Deutschland neben Bochum die Neurologischen Universitätskliniken Ulm und Berlin) beteiligt gewesen. Der Ärztliche Leiter der Studie in Bochum, Prof. Carsten Saft, beurteilt das Ergebnis als wegweisend: „Wir sind nun in einer sehr aufregenden Phase. Noch gibt es die Heilung dieser Krankheit nicht, aber wir sind einen richtungsweisenden riesigen Schritt nach vorn gegangen.“ Für Studien dieser Art wurde das Bochumer Zentrum vor rund 25 Jahren von Prof. Horst Przuntek und Herrn Prof. Jörg Epplen (Humangenetik) gegründet.

Bisher wurden Medikamente, die zur Behandlung der Huntington-Erkrankung das Huntingtin-Protein selbst als Angriffspunkt haben, ausnahmslos an Tieren getestet. Erstmals bezog nun die sogenannte Antisense-Studie des US-Unternehmens IONIS Menschen in diese Forschung mit ein. Das Unternehmen selbst bezeichnet die Ergebnisse in einer offiziellen Mitteilung als „wichtigen Meilenstein“. Die eigenen Erwartungen seien „substanziell übertroffen“ worden. In anderen Fachmedien ist von einem der größten Fortschritte seit Entdeckung des Huntingtin-Gens im Jahre 1993 die Rede. Geplant und notwendig ist nun eine Folgestudie, für die der Schweizer Pharmakonzern Roche alle Rechte und Verantwortlichkeiten übernommen hat.                                                                    

Prof. Saft betont aus Bochumer Sicht: „Es gibt nun klare Hinweise, dass das Medikament in den Krankheitsprozess eingreift. Das ist ein bemerkenswerter Fortschritt. Ob dadurch aber tatsächlich ein Fortschreiten der Krankheit verhindert werden kann, muss erst noch in einer weiteren Studie gezeigt werden. Wir brauchen nun klinische Ergebnisse in größerem Maßstab.“ Dafür soll die 2018 geplante Folgestudie den Weg bereiten.

St. Josef-Hospital Bochum zählt zu den besten Krankenhäusern in Deutschland

04.10.2017

  • Top-Platzierungen in der neuen FOCUS-Klinikliste 2018

Das St. Josef Hospital in Bochum zählt zu den führenden Krankenhäusern in Deutschland. In der heute veröffentlichten Klinikliste 2018 des Nachrichtenmagazins FOCUS rangiert das Haus auf Platz 28,  in Nordrhein-Westfalen Platz auf Platz sieben und im Ruhrgebiet auf Platz zwei. In die stark beachtete Klinikliste fließen zahlreiche Bewertungskriterien und Kennzahlen ein. Dazu zählen die medizinische Leistung (Fallzahlen, Komplikationsquoten, technische Ausstattung, Zahl und Qualifikation der Ärzte und Pflegekräfte, Hygiene), positive Empfehlungen anderer Ärzte der jeweiligen Fachrichtung, Qualitätskennzahlen und die Ergebnisse einer groß angelegten Patienten-Umfrage unter 400.000 Mitgliedern der Techniker-Krankenkasse.

Besonders hoch bewertet wurden in der Umfrage die Neurologie, die Diabetologie, die breit aufgestellte Krebstherapie sowie darüber hinaus die Kardiologie (Direktor Prof. Andreas Mügge) und Gefäßchirurgie (Direktor Prof. Achim Mumme). In der Neurologie (Direktor Prof. Ralf Gold) wird besonders die Behandlung von Multipler Sklerose (MS) hervorgehoben, aber auch von Parkinson und Alzheimer. Die Diabetologie betreut unter Leitung von Chefarzt Prof. Juris Meier die erwachsenen Patienten, während in der Universitätskinderklinik Dr. Eggert Lilienthal für die jüngeren Patienten verantwortlich zeichnet. In der Darmkrebs-Therapie gibt es eine enge Kooperation zwischen der Allgemein- und Viszeralchirurgie (Direktor Prof. Waldemar Uhl) und der Onkologie (Chefärztin Prof. Anke Reinacher-Schick).

Das St. Josef-Hospital gehört zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB). PD Dr. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer des KKB): „Qualität der Arbeit ist in unserem Haus oberstes Gebot. Die erneute Top-Platzierung in der FOCUS-Klinikliste ist dafür eine schöne Bestätigung und gleichzeitig eine weitere Ermutigung, diesen Weg konsequent fortzusetzen.“

14 Ärzte des Katholischen Klinikums Bochum unter den Besten in Deutschland

23.06.2017

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) hat seine Reputation in zahlreichen ärztlichen Fachgebieten erneut unter Beweis gestellt. 14 Mediziner sind in der neuen Ärzteliste des Magazins FOCUS (KKB) unter dem Titel „Deutschlands Top-Ärzte“ vertreten, einige von ihnen gleich mehrfach. Die Ärzteliste erscheint seit Jahren bundesweit und wird in der Medizin, bei Patienten und in der medialen Öffentlichkeit stark beachtet.

Ausgewertet wurden u.a. Empfehlungen von Patienten und Ärzten, die Beteiligung an klinischen Studien und die wissenschaftliche Dynamik. Dabei wird untersucht, wie viele Veröffentlichungen der jeweilige Arzt in den vergangenen fünf Jahren in seriösen Publikationen aufzuweisen hat.

Gelistet sind aus den Reihen des Katholischen Klinikums Bochum:

Prof. Waldemar Uhl (Bauchchirurgie und Tumoren des Verdauungstrakts), Prof. Anke Reinacher-Schick (Tumoren des Verdauungstrakts), Prof. Ralf Gold (Multiple Sklerose), Priv. Doz. Dr. Kerstin Hellwig  (Multiple Sklerose), Prof. Stefan Dazert (Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde), Prof. Juris Meier (Diabetologie), Prof. Michael Nauck (Diabetologie), Prof. Andreas Mügge (Kardiologie und Bluthochdruck), Prof. Eggert Stockfleth (Hautkrebs), Prof. Uwe Schauer (Neurodermitis), Prof. Achim Mumme (Gefäßchirurgie), Prof. Irenäus Adamietz (Strahlentherapie), Dr. Norbert Teig (Neonatologie), Dr. Klaus Hoffmann (Schönheitsmedizin (Botox/Filler))

Medizin erzielt große Fortschritte in der Behandlung von Multipler Sklerose

14.03.2017

  • Am 1. April um 9 h Informationsveranstaltung im St. Josef-Hospital

„Die Krankheit, die niemals schläft“ wird die Multiple Sklerose (MS) genannt. Das Immunsystem wendet sich dabei gegen den eigenen Körper. Die Ursache dieser entzündlichen Erkrankung ist bis heute nicht gefunden, doch die Medizin hat erhebliche Fortschritte erzielt. Unter MS leiden in Deutschland rund 200.000 Patienten. Ihre Zahl steigt. Im Rahmen des Welt-MS-Tages 2017 lädt die Universitätsklinik für Neurologie im St. Josef-Hospital (Direktor: Prof. Ralf Gold) in Zusammenarbeit mit dem Landesverband NRW der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und des krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (BMBF gefördert) alle Interessierten, vor allem Patienten und ihre Angehörigen, zu einer Informationsveranstaltung ein:

1. April 2017, ab 9 Uhr im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals, Gudrunstraße 56, 44791 Bochum

Die Teilnahme ist kostenfrei. Experten aus Neurologie und Radiologie informieren in gut verständlichen Vorträgen über die wichtigsten Aspekte der Krankheit. Dazu zählen die neuesten Forschungsergebnisse und Therapien. Medikamente und Ernährungsfragen kommen ebenso zur Sprache wie Risikofaktoren, das Verständnis des eigenen MRT-Befunds und die Behandlung von begleitenden Beschwerden.

Wichtig für MS-Patienten ist auch regelmäßige Bewegung. Ein erfahrener Therapeut der RuhrSportReha wird dazu praktische Übungen anbieten und Tipps geben. Zu jedem Thema gibt es die Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen, sei es nach dem jeweiligen Vortrag oder in kleinerem Rahmen an Expertentischen. 

Ähnlich wie Rheuma, verläuft Multiple Sklerose häufig in Schüben. In der MS-Behandlung gehört die Neurologische Universitätsklinik im St. Josef-Hospital Bochum zu den führenden ihrer Art in Deutschland und darüber hinaus. „Die MS-Medizin ist außerordentlich stark in Bewegung“, betont Prof. Gold. „Inzwischen gelingt es uns, die Schübe bei den meisten Patienten vollständig zu unterdrücken und eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen.“

Durch neue Substanzen, die in den vergangenen Jahren entwickelt wurden, haben die Ärzte heute deutlich mehr Möglichkeiten zur Verfügung als früher. Weitere noch nicht zugelassene Präparate befinden sich in einem weit fortgeschrittenen Entwicklungsstadium. Ein zusätzlicher wichtiger Faktor ist die richtige Ernährung (bestimmte Fettsäuren, Vitamine u.a.). Groß angelegte Studien haben gezeigt, dass sie für MS-Patienten hohe Bedeutung hat.

Bochumer Ärzte entdecken schwere Nebenwirkung bei zugelassenem Medikament

17.01.2017

Bochum, 17. Januar 2017. Das Multiple-Sklerose (MS)-Medikament Alemtuzumab kann schwere, unberechenbare Nebenwirkungen auslösen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team um Prof. Aiden Haghikia und Prof. Ralf Gold von der Klinik für Neurologie der Ruhr-Universität Bochum im Katholischen Klinikum Bochum (St. Josef-Hospital). In der Zeitschrift „Lancet Neurology“ berichten die Wissenschaftler von zwei Patienten, bei denen die Infusion von Alemtuzumab die Symptome erheblich verschlimmerte. Das Team beschreibt außerdem eine Therapie, die die schädlichen Nebenwirkungen erfolgreich eindämmte. „Dieser therapeutische Algorithmus könnte vielen MS-Patienten weltweit helfen, die unter ähnlichen Nebenwirkungen von Alemtuzumab leiden“, sagt Haghikia.

Alemtuzumab ist ein Antikörper, der an das Protein CD52 auf der Oberfläche bestimmter Immunzellen andockt, hauptsächlich T- und B-Lymphozyten. Bindet der Antikörper, sterben fast sämtliche Lymphozyten ab. Aus den Zulassungsstudien war bereits bekannt, dass ein Viertel der behandelten Patienten meist leichte Nebenwirkungen zeigen, sogenannte sekundäre Autoimmunprozesse. Immunzellen richten sich gegen körpereigene Zellen, vorwiegend in der Schilddrüse; aber auch Niere oder Blutplättchen können betroffen sein.

Ein neuer Entzündungsmodus

Die zwei in der Lancet-Neurology-Studie beschriebenen Patienten erhielten die Alemtuzumab-Therapie, weil sie eine hochaktive MS hatten, also trotz mehrfacher Vortherapien unter starken Krankheitsschüben mit Entzündungen im zentralen Nervensystem litten. Sechs Monate nach der Therapie hatten sich diese Symptome deutlich verschlechtert. Mit kernspintomografischen Untersuchungen entdeckten die Forscher eine Art neuen Entzündungsmodus: Sie fanden Bereiche im Gehirn, in denen sich das Kontrastmittel ringförmig in der weißen Substanz eingelagert hatte. Diese hatten die Patienten in ihrer bisherigen Krankheitsgeschichte nicht aufgewiesen. Bislang unklar ist, ob die beobachteten Probleme verschlimmerte MS-Symptome darstellen oder einen davon unabhängigen sekundären Autoimmunprozess.

In beiden Fällen konnten die Mediziner die Nebenwirkungen eindämmen, die beobachteten ringförmigen Ablagerungen im Gehirn bildeten sich zurück. Auch ein Jahr nach der Behandlung waren die Patienten noch in einem stabilen Zustand. Neben einem Blutplasma-Austausch wurden sie mit dem Antikörper Rituximab behandelt. Das Medikament tötet fast sämtliche B-Lymphozyten ab. Die Forscher vermuten, dass genau diese Immunzellen hinter den Entzündungen stecken, die sie als Nebenwirkungen beobachteten.

Prof. Haghikia und Prof. Gold gehen davon aus, dass die von ihnen angewandten Maßnahmen auch anderen Patienten nützen könnten, die mit Alemtuzumab behandelt werden.

Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose ist die häufigste neurologische Erkrankung des jungen Erwachsenenalters. Sie zeichnet sich aus durch chronische Entzündungen im zentralen Nervensystem. Das Immunsystem des Körpers greift die Isolierschicht der Nervenfasern, das Myelin, an und schädigt so dauerhaft die Zellfortsätze. Inzwischen gibt es zehn verschiedene Klassen von Medikamenten, die speziell für die MS-Behandlung zugelassen sind und in großen Studien für wirksam befunden wurden. Dazu gehört auch Alemtuzumab, im Handel unter dem Namen Lemtrada erhältlich.

Kooperationspartner

Das Bochumer Team kooperierte für die Arbeit mit dem Oxford Centre for Neuroinflammation der Universität Oxford, mit der Neurologischen Klinik im St. Vincenz-Krankenhaus in Paderborn und der Universität Magdeburg.

Originalveröffentlichung

Aiden Haghikia, Calliope A. Dendrou, Ruth Schneider, Thomas Grüter, Thomas Postert, Heike Stephanik, Mike Matzke, Lars Fugger, Ralf Gold: Severe B-cell-mediated CNS disease secondary to alemtuzumab therapy, in: Lancet Neurology, 2017, DOI: 10.1016/S1474-4422(16)30382-9

http://www.thelancet.com/journals/laneur/article/PIIS1474-4422%2816%2930382-9/fulltext?rss=yes

Kontakt

Prof. Aiden Haghikia - Prof. Ralf Gold
Klinik für Neurologie
Katholisches Klinikum Bochum
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: 0234 509 2411
E-Mail: aiden.haghikia@rub.de, ralf.gold@rub.de

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