Katholisches Klinikum Bochum behandelt zwei Corona-Patienten aus Italien

27.03.2020

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) erwartet zwei italienische Corona-Patienten zur Weiterbehandlung. Sie werden mit der Bundeswehr zum Flughafen Köln-Bonn gebracht. Die Ankunft soll morgen erfolgen. Anschließend werden die Patienten mit einem Spezialfahrzeug, das eine Intensivstation an Bord hat, unter Federführung der Bochumer Feuerwehr in die Universitätsklinik St. Josef-Hospital gebracht. Mit ihrem Eintreffen in Bochum wird im Laufe des morgigen Tages (28. März) gerechnet.

„Jeder von uns sieht fast täglich die grauenvollen Bilder aus Italien. Sie treffen uns bis ins Mark“, sagt der Medizinische Geschäftsführer des Katholischen Klinikums, Prof. Christoph Hanefeld. „Es fehlt an vielem, ja möglicherweise an allem, was zur Behandlung von Corona-Patienten notwendig ist. Auch wir in Deutschland wissen nicht, wie schwer es uns künftig noch treffen wird. Solidarität ist in dieser schweren Zeit das Gebot der Stunde. Wie stark dieses Gefühl ist, zeigen viele Hilfsaktionen, die dazu führen, dass Not gelindert wird. Solidarität ist aber auch über Landesgrenzen hinaus wichtig. Wenn deutsche Universitätskliniken nun einige Patienten aus Italien aufnehmen und versorgen, stehen wir mit unserem christlichen Verständnis im St. Josef-Hospital bereit.

Im Katholischen Klinikum Bochum sind Mitarbeiter aus mehr als 70 Nationen beschäftigt. Eine Ärztin aus Italien, die im St. Josef-Hospital beschäftigt ist, wird wichtige Übersetzungsdienste leisten und in engem Kontakt mit den Patienten und ihren Familien in Italien stehen

KKB bereitet sich vor

20.03.2020

Das Katholische Klinikum Bochum bereitet sich auf die Versorgung von Corona-Infizierten mit schwerem Verlauf vor. Darum richtet das KKB an seinen Universitätsklinik-Standorten St. Josef- und St. Elisabeth-Hospital in Bochum sowie im Marien-Hospital und Martin-Luther-Krankenhaus in Wattenscheid neue Intensivbetten und Beatmungsplätze ein. An allen vier Standorten soll die Gesamtzahl der Intensivbetten von 54 auf 87 erhöht werden, die Gesamtzahl der Beatmungsplätze von 31 auf 70. Auf dem Gelände des St. Josef-Hospitals wird eine komplett neue Intensivstation eingerichtet. Sie wird schon kurzfristig einsatzbereit sein. Eine Herausforderung ist die Mobilisierung des erforderlichen Personals. Mitarbeiter aus anderen Bereichen werden abgezogen und für ihren neuen Einsatz geschult. Einige offene Fragen gibt es noch bei der Beschaffung der erforderlichen Geräte. 

„Train2heAr“ - Ein digitales CI-Trainingsprogramm lässt Patienten und Experten aufhorchen

16.03.2020

Auf sehr großes Interesse von fast 100 Teilnehmern stieß bei einer Infoveranstaltung im Februar 2020 die Präsentation eines sehr innovativen, Computer-basierten Programms für ein effektives und flexibel nutzbares Hörtraining für Träger eines Cochlea-Implantates.

Die zentrale Bedeutung von Therapieverfahren zur Hörverbesserung ist in der Fachwelt unstrittig: Gutes Hören ist für viele Formen der Kommunikation und der sozialen Teilhabe in der Gesellschaft nicht hoch genug einzuschätzen. Heutzutage stehen dem Betroffenen dafür zahlreiche Möglichkeiten bis hin zur Cochlea-Implantation zur Verfügung. Um die neuen Höreindrücke trainieren und besser zu verarbeiten, ist ein Hörtraining sehr hilfreich. Digitale Lösungen stellen dabei ein zeit- und kostengünstiges Verfahren dar, die steigende Nachfrage zu decken. Entscheidende Vorteile sind dabei, dass Patienten die Zeit, die Dauer und den Ort für das Training jederzeit selbst wählen können. Sie benötigen dafür in Zukunft lediglich ein Smartphone, ein Tablet oder einen PC auf dem das Trainingsprogramm als App aufgespielt ist.

Im Rahmen eines EU-geförderten Forschungsprojektes hat ein interdisziplinäres Expertenteam über einen Zeitraum von 36 Monaten dieses digitales Hörtrainingsprogramm für CI-Träger mit dem Projektnamen „Train2hear“ entwickelt. In diesem steht eine sehr praxisnahe Europareise im Mittelpunkt. Projektpartner sind dabei unter der Führung des Bochumer Hörkompetenzzentrums (Prof. Christiane Völter und Prof. Stefan Dazert), die Bochumer Hochschule für Gesundheit (Prof. Kerstin Bilda), das Gesundheitskompetenznetzwerk Medecon, der Software-Entwickler „Q2WEB“ und die Firma Kampmann-Hörsysteme.

 

Auf sehr großes Interesse von fast 100 Teilnehmern stieß bei einer Infoveranstaltung im Februar 2020 die Präsentation eines sehr innovativen, Computer-basierten Programms für ein effektives und flexibel nutzbares Hörtraining für Träger eines Cochlea-Implantates.

Bei der Entwicklung lag der Fokus darauf, ein möglichst eng an Patientenbedürfnissen orientiertes Programm zu schreiben. Dazu hat das Team des Bochumer Hörkompetenzzentrums im Vorfeld knapp 90 Betroffene ausführlich nach ihren Technik- und Nutzungsvorlieben befragt. Als ein erstes Prototyp-Programm geschrieben war, hat eine weitere Gruppe von Cochlea-Implantat-Trägern „Train2hear“ ausführlich getestet. Deren so gut wie einhelliges Urteil macht den Entwicklern des Programms viel Mut: So lobte die Testgruppe vor allem das leichte Handling, die Individualisierung, die Anbindung an den Therapeuten sowie die Lernfähigkeit des Programms (automatische Anpassung an den Lernfortschritt des Nutzers). Und wörtlich fügten noch einige Patienten hinzu: „Hat mir viel Spaß gemacht, würde gern damit weitermachen.“, „Hab’s genossen und die eingebauten Motivationen waren sehr hilfreich.“ und „Mein Hören hat sich damit wirklich verbessert.“

Gleichwohl muss „Train2hear“ noch eine Zeit lang im Detail weiterentwickelt werden bevor es Marktreife erlangt. Nach den rundum erfolgreichen Erfahrungen mit dem Prototyp will sich das Entwicklerteam dafür einsetzen, dass möglichst alle CI-Patienten davon profitieren können und dass nach Möglichkeit sämtliche Kosten von den Krankenkassen übernommen werden.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Interessierte im Netz unter www.train2hear.de oder telefonisch unter 0234 / 509-8580 (CI-Team im Hörkompetenzzentrum Bochum).

Hidradenitis suppurativa / Acne inversa – Teilnehmer/innen für neue Studie gesucht

13.03.2020

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

unser Zentrum für Hidradenitis suppurativa / Acne inversa sucht aktuell Teilnehmer für Studien zur Behandlung der Hidradenitis suppurativa / Acne inversa.

Als überregionales Zentrum leiten wir zur Zeit verschiedene Studien mit unterschiedlichen anti-entzündlichen Wirkstoffen.

Wenn Sie an einer Hidradenitis suppurativa /Acne inversa leiden und an einer Studienteilnahme interessiert sind, können Sie sich gerne an unsere spezialisierten Studienschwestern wenden.

Frau Sabrina Schemenewitz (0234 5096055) oder Frau Seval Özdogan (0234 5096034) können Ihnen zu den verschiedenen Studien gerne Auskunft erteilen.

Wir sind für Sie telefonisch von Montag bis Donnerstag zwischen 8.00 Uhr und bis 15.00 Uhr erreichbar.

In einem Telefonat können wir gemeinsam besprechen, ob eine Studienteilnahme für Sie in Frage kommt.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team des Hidradenitis suppurativa /Acne inversa Zentrums!

Venenzentrum des KKB erhält Qualitätssiegel

11.02.2020

Das Venenzentrum des Katholischen Klinikums Bochum (KKB) am Standort Bochum-Gerthe hat seine Leistungsfähigkeit erneut unter Beweis gestellt. Die Qualität der Wundbehandlung wurde durch die Rezertifizierung als dermatologisches Wundzentrum bestätigt. Eine solche professionelle Behandlung ist vor allem für Patienten von Bedeutung, die unter chronischen Wunden leiden. Das Prüfsiegel bescheinigt mehrere Qualitätsfaktoren:

  • Zunächst muss nachgewiesen werden, dass die Ursache einer Wunde, zum Beispiel Krampfadern, präzise geklärt wird, um die Therapie zielgenau anzuschließen.
  • Auch die Wahl des geeigneten Verbandsmaterials ist wichtig, damit der Wechsel des Verbands möglichst schonend und schmerzarm erfolgen
  • Darüber hinaus müssen Komplikationen, sofern sie auftreten, bewältigt

Mit rund 10.000 Patienten im Jahr, davon 800 mit chronischen Wunden, ist das KKB-Venenzentrum in Bochum-Gerthe die größte Einrichtung seiner Art im Ruhrgebiet und eine der größten in Deutschland. Leitende Ärzte sind Prof. Markus Stücker, Geschäftsführender Direktor der Bochumer Universitätsklinik für Dermatologie, und Prof. Achim Mumme, Direktor der Gefäßchirurgie des Katholischen Klinikums.

Katholisches Klinikum Bochum übernimmt das Caritas-Fachseminar für Altenpflege mit 75 Plätzen

29.01.2020

Das Katholische Klinikum Bochum (KKB) weitet seine Aktivitäten im Bereich der Pflegeausbildung aus. Vom Caritasverband für Bochum und Wattenscheid e.V. wurde zu Jahresbeginn das Fachseminar für Altenpflege mit 75 Auszubildenden und vier Mitarbeiterinnen übernommen und dem KKB-eigenen Ausbildungsinstitut BIGESTangegliedert. Hintergrund der Überleitung sind neue Gesetze, die zu einer gemeinsamen Qualifikation der früher getrennt organisierten Ausbildungsbereiche Altenpflege,Krankenpflege und Kinderkrankenpflege geführt haben. Die neue Berufsbezeichnung lautet Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Die laufenden Kurse des früheren Caritas-Fachseminars für Altenpflege werden noch unter
den alten Vorzeichen zu Ende geführt.
Damit erhöhen sich die Ausbildungskapazitäten in den Pflegeschulen des BIGEST auf 301. Hinzu kommen 75 Ausbildungsplätze für Hebammen und 75 in der Physiotherapie. Zusätzlich lernen rund 45 Auszubildende im KKB einen Beruf außerhalb des BIGEST, zum Beispiel im Verwaltungsbereich oder als Medizinische Fachangestellte. Dies sind insgesamt rund 500 Ausbildungsplätze. Darüber hinaus absolvieren im Martin-Luther-Krankenhaus, das 2019 dem KKB angegliedert wurde, 75 weitere junge Leute ihre Ausbildung. Damit ist das Katholische Klinikum der größte Ausbilder in Bochum und einer der größten Ausbildungsbetriebe im gesamten Ruhrgebiet.
„Die generalisierte Pflegeausbildung ist politisch ein wichtiger Schritt. Vor diesem Hintergrund passt die Übernahme der Caritas-Aktivitäten gut ins Bild“, betont KKBGeschäftsführer Franz-Rainer Kellerhoff. „Angesichts des Fachkräftemangels in den Pflegeberufen sind starke Ausbildungsanstrengungen unverzichtbar, um das hohe fachliche Niveau in Krankenhäusern und Altenheimen auch künftig zu halten.“ 
Caritasdirektor Hans-Werner Wolff: „Unser Fachseminar war auf die Altenpflege spezialisiert. Die ab 2020 beginnende generalisierte Ausbildung mit der Vereinigung von Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege konnte nicht mehr durch unsere Einrichtung sichergestellt werden. Sie hat nun unter dem Dach des BIGEST eine stabile Zukunft.“

Führungswechsel im Altenheim St. Anna-Stift

17.01.2020

Nach 35 Berufsjahren ist Christine Bischoff, Geschäftsführerin des Pflege- und Wohnheims St. Anna-Stift, in den Ruhestand verabschiedet worden. Mehr als 150 Gäste nahmen an den Feierlichkeiten im Ludgerus-Saal der Liebfrauengemeinde teil – darunter auch viele Mitarbeiter und Bewohner des St. Anna-Stifts, die sich persönlich von der beliebten Geschäftsführerin verabschieden wollten. Seit 2019 gehört das St. Anna-Stift zum Katholischen Klinikum Bochum (KKB). Die Leitung der Einrichtung haben gemeinsam Maike Kapuschinski und Birgit Bottländer übernommen.

Als das „Meisterstück“ der Geschäftsführerin würdigte der frühere Aufsichtsratsvorsitzende des Anna-Stifts, Gerhard Gördes, die sechs Millionen Euro schwere Modernisierung des Pflege- und Wohnheims: „Ein Mammutprojekt im laufenden Betrieb.“ Durch diesen Umbau wurde eine Einzelzimmerquote von 80 Prozent erreicht. Christine Bischoff selbst muss da schmunzeln: „Ich habe im Anna-Stift auf einer Baustelle angefangen und zum Schluss wieder eine erlebt.“ Die allerdings deutlich länger gedauert hat: „Damals, 1986, haben wir den Umzug der Bewohner in sage und schreibe einem einzigen Tag erledigt.“ Weitere Meilensteine in ihrem Berufsleben: die Einführung der Pflegedokumentation, der Aufbau des Gerontobereichs 2004/2005 und das Vorantreiben der Ausbildung von Palliativfachkräften.

Teletherapeutisches Hörtraining

10.12.2019

Hörstörungen haben sowohl im Kindes-, aber auch im Erwachsenenalter eine große
Bedeutung für die körperliche, psychische und soziale Entwicklung. Neben einer
konservativen und operativen Behandlung derselben kann auch ein Hörtraining dazu
beitragen, das Hörvermögen zu verbessern. Mit Blick auf die demographische
Entwicklung und die zunehmende Anzahl an Schwerhörigen im höheren Lebensjahr
bedarf es in Zukunft neuer Konzepte in der Hörrehabilitation. Die Digitalisierung stellt
hierbei eine zukunftsweisende Möglichkeit dar, auch stärker die Betroffenen in die
Therapie einzubeziehen.
Das Projekt „Train2Hear“, das durch die Europäische Union und das Land NordrheinWestfalen gefördert wird, stellt eine Kooperation des Cochlea-Implantat-Zentrums
Ruhrgebiet der Universitäts-HNO-Klinik des St. Elisabeth-Krankenhauses Bochum mit
der Firma Kampmann Hörsysteme, Bochum, der Hochschule für Gesundheit, Bochum
und der Q2WEB GmbH, Düsseldorf dar.

Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Erprobung eines adaptiven teletherapeutischen Hörtrainings für Menschen mit eingeschränktem Hörvermögen.

Um eine individualisierte Hör- und Sprachrehabilitation zu ermöglichen, soll sich das
innovative Übungsprogramm interaktiv an den Leistungsstand und an die Bedürfnisse
der Betroffenen anpassen. Eine Kombination aus einem selbstständigen, webbasierten
Training und einer fachlichen Anleitung und Begleitung soll dazu beitragen, eine
strukturierte und wirksame Therapie für den Alltag anzubieten.
Für weiterführende Informationen über das Projekt besuchen Sie gerne die Homepage