Wir sind für Sie da!

Im Centrum für Hidradenitis suppurativa (HS) / Acne inversa (AI) haben wir uns auf die Behandlung  dieser schweren Hauterkrankung spezialisiert. Nur wenige dermatologische Krankheitsbilder sind für die Betroffenen so stark belastend und so schwierig zu therapieren. Das Ziel unserer klinischen und wissenschaftlichen Bemühungen ist es, den Patienten eine ganzheitliche und individuell angepasste Therapie zu ermöglichen. Durch Erfahrung, Kompetenz, Empathie und der engen Zusammenarbeit in einem fachübergreifenden Netzwerk versuchen wir, die für Sie optimale Therapie und Betreuung zu gewährleisten.

Patientin wird von einem Arzt beraten

"Menschliche Patientenversorgung im Alltag ist genauso wichtig wie die neueste Forschung."

Prof. Falk Bechara, Leitender Arzt

 

Was ist Acne inversa / Hidradenitis suppurativa?

Die Hidradenitis suppurativa (HS), auch Acne inversa  (AI) genannt, ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Haarwurzeln, bei der folgende   Regionen besonders betroffen sind: Achseln, Leisten, Anal- und Genitalregion, Bauchfalten und Falten unter der weiblichen Brust. Häufig beginnen die ersten Hautveränderungen nach der Pubertät und die Erkrankung geht meist mit starken Schmerzen einher. Unbehandelt kann es zur schweren Zerstörung der Haut mit ausgeprägten Vernarbungen und Bewegungseinschränkungen kommen, welche die Lebensqualität der Betroffenen erheblich vermindern kann.

Im Folgenden möchten wir Ihnen gerne einen Überblick über Ursachen, Symptome und Therapie der Hidradenitis suppurativa (HS) / Acne inversa (AI) geben.

 

Symptome

Zunächst bilden sich tastbare Knoten und Verdickungen, die typischerweise sehr schmerzhaft sind. In späteren Stadien stehen Vernarbungen, Eiteransammlungen und Fisteln im Vordergrund. Diese reichen bis tief in das umliegende Gewebe, können sich spontan entleeren und Eiter, Blut oder ein schlecht riechendes Sekret freigeben. Typisch für die Acne inversa ist ein schubweiser Verlauf. Die Anzahl und Dauer der Schübe können stark variieren.

Ursachen

Eine Entzündung der Haarwurzeln wird als Ursprung der Erkrankung vermutet. Jedoch sind die genauen Ursachen bis heute nicht endgültig geklärt. Mediziner vermuten Risikofaktoren, die den Krankheitsverlauf verschlimmern. Zu diesen zählen insbesondere Rauchen und Übergewicht, sowie mechanische Reibung (z.B. durch Nassrasuren und das Tragen enger Kleidung) und eine vermehrte Schweißneigung. Ebenso können Stress, psychische Belastungen und hormonelle Störungen die Schwere des Verlaufes beeinflussen. Einige  Betroffene berichten über weitere Acne inversa Fälle in der Familie, sodass bei einem Teil der Patienten eine genetische Veranlagung vermutet wird. Weitere Erkrankungen, die gehäuft mit einer Acne inversa einhergehen können sind z.B. das metabolische Syndrom, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Depressionen und Herzkreislauf-Erkrankungen.

 

Therapie

Die Therapie ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. Als Basis gelten Allgemeinmaßnahmen, die unabhängig vom Schweregrad angewendet werden sollten:

 Ausschalten vorhandener Risiko- und

  • Triggerfaktoren (Nikotinkarenz, Gewichts- und Stressreduktion)
  • Trockenhalten betroffener Areale (z.B. Einlegen von Leinenläppchen)
  • Tragen weiter Kleidung zur Vermeidung von mechanischer Irritation
  • Verzicht auf Nassrasur
  • konsequente Körperhygiene mit täglichem Desinfizieren der betroffenen Areale

Führen diese Maßnahmen nicht zu einer ausreichenden Verbesserung stehen weitere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.

Bei leichten Formen kann ein Therapieversuch mit antibiotischen oder desinfizierenden Wirkstoffen zur Anwendung auf der Haut durchgeführt werden. Dies wird auch topische Therapie genannt. Bei schwereren Formen kann für 10-12 Wochen eine Kombination aus zwei Antibiotika  eingeleitet werden. Bei fehlender Verbesserung kann eine Spritzentherapie mit einem sogenannten Biologikum eingeleitet werden. Die Biologika-Therapie mit Humira® ist aktuell die einzig zugelassene medikamentöse Therapie für mittelschwere bis schwere Formen der Acne inversa. Bei akuten, schmerzhaften Eiteransammlungen kann eine chirurgische Entlastung notwendig sein. Bei schwerer Zerstörung von Gewebe sowie Vorliegen von Fistelgängen und Narbensträngen ist die chirurgische Entfernung nach wie vor das Mittel der Wahl. Hierbei gilt meist, dass die Größe der Operationswunden vom Schweregrad und der Ausdehnung der Acne inversa abhängt.

Die Therapieformen können auch kombiniert zur Anwendung kommen, sollten aber stets in      Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt auf Grundlage regelmäßiger klinischer Kontrollen durchgeführt werden.

Die Behandlung erfordert viel Geduld, da es sich um eine chronisch rezidivierende Erkrankung handelt.

 

Medizinische Leitung

Prof. Dr. Falk Bechara

Leitender Oberarzt

Dermatologie, Venerologie und Allergologie

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Erfolgreiche Medizin arbeitet häufig in Netzwerken. Dies gilt zwischen ärztlichen Fachrichtungen in einem Krankenhaus, aber ebenso in der Zusammenarbeit zwischen Klinik und niedergelassenen Fachärzten. So arbeitet auch das Acne inversa-Centrum im St. Josef-Hospital Bochum.

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Prof. Falk Bechara
Leitender Arzt Acne Inversa-Centrum

Forschung & Lehre

Mit unserer Forschung möchten wir dazu beitragen, bestehende Wissenslücken bei dem Krankheitsbild der Hidradenitis suppurativa / Acne inversa zu schließen. Unsere Forschung hat das Ziel, die Versorgung von betroffenen Patienten kontinuierlich zu verbessern. Unter diesem Link finden Sie Informationen zu unseren aktuellen Forschungsvorhaben und zu klinischen Studien der Arbeitsgruppe Hidradenitis suppurativa / Acne inversa.

Forschung und Lehre am KKB: Arzt im Hörsaal