Team

Dr. Jürgen Frech

Leiter Unternehmenskommunikation

0234/509-6104

Vassilios Psaltis

Pressereferent

0234/509-2744

Annette Wenzig

Pressereferentin

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Jahresmagazin

Das Katholische Klinikum Bochum hat seinen erfolgreichen Weg fortgesetzt und auch im vergangenen Jahr schwarze Zahlen geschrieben. Die Zahl der Mitarbeiter wurde erneut gesteigert. In besonderem Maße galt dies für die Pflege. Die fünf Krankenhäuser im Verbund des KKB behandelten rund 50.000 Patienten stationär und 157.500 ambulant.

"Im Krankenhaus sind wir extrem nah am Menschen. Diese Herausforderung nehmen wir an – mit all unserer Expertise."

Dr. Ing. E.h. Wilhelm Beermann (Vorsitzender des Aufsichtsrates)
Prof. Dr. Christoph Hanefeld (Sprecher der Geschäftsführung)
Dipl.-Oec. Franz-Rainer Kellerhoff (Kaufmännischer Geschäftsführer)
Dr. Christian Raible (Kaufmännischer Geschäftsführer)

Die aktuelle Ausgabe steht Ihnen hier als Download zur Verfügung.

Aktuelles

Kinder verarbeiten Corona besser als Erwachsene

03.08.2020

In neun deutschen Bundesländern gehen die Sommerferien in diesen Tagen zu Ende. Damit stehen Millionen von Kindern und Jugendlichen in ihren Schulen nach den harten Corona-Einschränkungen der vergangenen Monate vor einem Neustart. Aus Sicht der Universitätskinderklinik Bochum (Direktor: Prof. Thomas Lücke) ist die Wiederaufnahme des Regelbetriebs in voller Klassenstärke zwar mit Risiken verbunden, aber vertretbar.

Als Basis der Empfehlung dienen vor allem Erkenntnisse aus der sogenannten STARS- Studie. In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten und der Ruhr-Universität Bochum wurden bisher 750 Kinder, die teils heftige Symptome aufwiesen (Fieber, langanhaltender Husten, Erbrechen oder Durchfall etc.) auf Corona getestet. Wegen dieser Symptome lag bei Eltern und Ärzten der Verdacht auf eine Corona-Infektion nahe. Positiv getestet wurde von den 750 aber lediglich ein einziges Kind.

„Diese Ergebnisse sind zunächst beruhigend, können aber kein Grund sein, in der Wachsamkeit nachzulassen“, sagt Dr. Folke Brinkmann, Oberärztin der zum Katholischen Klinikum gehörenden Universitätskinderklinik Bochum und Koordinatorin der Studie. Da die Lockerungen in Deutschland und auch international zu einem Anstieg der COVID-Infektionen geführt haben, werden weitere Testreihen erforderlich sein. So zum Beispiel die Corkid-Studie, die seit Juni läuft und noch in den kommenden Monaten fortgesetzt wird. „Bisher wurden im Rahmen von Corkid schon mehrere 100 Kinder und ihre Mütter auf Antikörper getestet. Auch hier war der Anteil der positiv Getesteten verschwindend gering“, so Dr. Brinkmann. Diese Datenbasis reicht aber noch nicht aus, um konkrete Schlussfolgerungen zu ziehen. Dies wird in einigen Wochen der Fall sein.

Auch wenn die Schulen jetzt wieder im Regelbetrieb starten, müssen Hygieneregeln weiterhin strikt beachtet werden. Dazu gehört das Tragen von Masken, das regelmäßige Händewaschen, das Abstandsgebot auf dem Schulhof und das regelmäßige Lüften der Klassenräume. Lehrer und Erzieher sollten auf jeden Fall Masken tragen, denn sie sprechen laut in die Räume hinein und verteilen verstärkt Aerosole.

Auch die Schüler der weiterführenden Schulen sollten Masken tragen. Für Grundschüler kann diese Pflicht überdacht werden. Folke Brinkmann: „Insgesamt müssen wir auf Sicht fahren, also flexibel reagieren, wenn sich lokale oder sogar größere Ausbruchherde ergeben.

Bisherige Studienergebnisse legen den Schluss nahe, dass Kinder weniger infektiös sind als Erwachsene. Dies gilt auch für ältere Kinder und Jugendliche, gleicht sich aber mit zunehmendem Alter (17-18 Jahre) an das Niveau der Erwachsenen an.

Parkinson-Patienten künftig noch besser eingestellt

17.06.2020

Ein Forschungsprojekt der Universitätsklinik für Neurologie im St. Josef-Hospital Bochum (Direktor: Prof. Ralf Gold) wird von der Deutschen Parkinson Vereinigung mit 80.000 Euro gefördert. Diese Mittel investiert die Parkinson-Abteilung der Klinik als landesweit einziges Behandlungszentrum in die Durchführung der so genannten „Park Move-Studie“. Im Mittelpunkt steht dabei eine große Datenmenge, die mit Fußgelenks- und Bauchsensoren verkabelte Patienten in zwei bis drei 20-minütigen Zusammenkünften in eine spezielle Programmdatei übertragen. Abteilungsleiter Prof. Lars Tönges ist nach ersten Untersuchungen vom Erfolg des neuen Verfahrens überzeugt: „Mit Park Move erhalten wir in aller Regel ein objektiveres und vollständigeres Bewegungsbild unserer Patienten als allein durch jene, die auf unsere Beobachtungen und die Selbstwahrnehmung der Betroffenen basieren. Und dieses Bild wiederum hilft uns auf zwei Ebenen: Zum einen können wir viele Behandlungen optimieren, z.B. bei der Medikation oder der Physiotherapie. Zum anderen werden wir bei vielen Patienten mit beginnender Symptomatik, wie Zittern und Zuckungen, Starre und instabile Körperhaltung, präventiv damit schneller tätig, weil wir das Fortschreiten der Parkinson-Erkrankung genauer voraussagen können.“

Das Bochumer Parkinson-Team, das jährlich 800 Patienten ambulant und weitere 400 stationär behandelt, will die Ergebnisse der „Park Move-Studie“ in einem Forschungsverbund mit der Universität Kiel wissenschaftlich breit publizieren.

Wenn es in den Beinen schmerzhaft zieht

10.06.2020

„Bochumer Rückentag“ findet bundesweit als Webinar statt

In Zeiten von Corona muss die Medizin in der Fortbildung und bei Patientenveranstaltungen neue Wege gehen. Der Bedarf ist weiterhin hoch, doch aus Gründen des Infektionsschutzes sind Informationsseminare im klassischen Stil bis auf Weiteres noch nicht möglich. Vor diesem Hintergrund findet der Bochumer Rückentag 2020 in Kooperation mit der AOK NordWest erstmals in der neuen innovativen Form eines internetbasierten Webinars statt. Das Thema: Beinschmerz. Das Webinar ist selbstverständlich kostenlos.

Es findet am Samstag, 20. Juni 2020, von 10.00 - 14.30 Uhr statt. Alle wichtigen Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie unter www.orthopaedie.klinikum-bochum.de. Die Handhabung ist einfach.

„Viele Patienten klagen darüber, dass es ihnen im Bein zieht“, sagt der Direktor der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im St. Josef-Hospital Bochum, Prof. Tobias Schulte. Die Ursachen können aber ganz unterschiedlich sein, von Polyneuropathie und Nervenschäden über Bandscheibenvorfälle und Spinalkanalstenose bis hin zur Hüft- und Kniearthrose sowie Gefäßerkrankungen.

„Durch die vielen Ursachen, die denkbar sind, wird die Diagnose oft nicht einfach. Viele Patienten haben nicht nur eine, sondern gleich mehrere Ursachen, die Beinschmerz bedingen. Aufgabe der Ärzte ist es dann herauszufinden, welche Faktoren im Vordergrund stehen. Deshalb muss der Beinschmerz von ganz verschiedenen Seiten beleuchtet und damit interdisziplinär angegangen werden“, betont Prof. Schulte.

Genau dies tut das Webinar. Es ist nicht nur digital, sondern auch interaktiv. Wer sich einwählt, kann also auch Fragen stellen und an der Diskussion teilnehmen. Beteiligt sind hochrangige Ärzte aus der Orthopädie, Phlebologie, Gefäßchirurgie, Neurologie, Neurochirurgie und Manualtherapie. Vier Referenten kommen vom Katholischen Klinikum Bochum (KKB), weitere führende Spezialisten aus Hamburg, Heidelberg, Essen und Tettnang.

AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock betont: „In Zeiten des Corona-Virus unterstützen wir gern das Webinar als neues digitales Format und hoffen auf große Resonanz in der Bevölkerung. Hier erfahren Teilnehmerinnen und Teilnehmer, welche Ursachen Beinschmerzen haben können, wie ihnen konkret geholfen werden kann und was sie selbst dazu beitragen können, diese Beschwerden zu lindern oder sogar vollständig zu kurieren.“

COVID-Antikörper-Studie unter 3000 Kindern und Jugendlichen im Ruhrgebiet

08.06.2020

Die Corona-Krise hält die Wissenschaftler weltweit in Atem. Dies gilt nicht nur für Impfstoffe und Medikamente, sondern in zunehmendem Maße für die Frage, wie stark Kinder betroffen sind und in welchem Umfang sie die Infektion weitergeben. In Deutschland ist dazu ein heftiger Streit unter führenden Virologen entbrannt. Vor diesem Hintergrund hat die Universitätskinderklinik Bochum (Direktor: Prof. Thomas Lücke) in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kinderärzten im Ruhrgebiet, dem Institut für Humangenetik, dem Institut für Virologie und der Abteilung für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie der Ruhruniversität Bochum unter dem Titel CorKID ein umfangreiches Forschungsprojekt angestoßen. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 566.000 Euro gefördert. Untersucht werden 3000 Kinder im Ruhrgebiet. Dies ist in Nordrhein-Westfalen die erste Studie ihrer Art und auch bundesweit eine der größten. „Wir wollen Erkenntnisse gewinnen, wie weit sich die Infektion bereits unter Kindern verbreitet hat und noch verbreiten wird“, betont Dr. Folke Brinkmann, Oberärztin und kommissarische Leiterin der Abteilung Pädiatrische Pneumologie der Bochumer Universitätskinderklinik. „Wir werden Antikörper bestimmen und auf diese Weise testen, ob die Kinder und Jugendlichen die Infektion schon durchgemacht haben.“ Die Ergebnisse der Studie sollen auch Aufschluss darüber geben, wie groß das Risiko in Schulen und Kindergärten für alle Beteiligten ist. Eltern, die mit ihrem Kind eine U-Untersuchung durchführen, wird in den Praxen angeboten, einen Fragebogen zu bisherigen Infekten ihres Kindes und bisherigen COVID-Risiko auszufüllen. Dann wird ein Antikörper-Test durchgeführt. Sollten im Blut des Kindes keine Antikörper gegen COVID nachweisbar sein, kann der Test zu einem späteren Zeitpunkt zur Überprüfung wiederholt werden. Im Abstand von mehreren Monaten werden die Familien zudem nach weiteren Beschwerden ihres Kindes befragt. Weitere Informationen sind auf der Homepage der Studie unter https://CorKid.de/ zu finden.

Darmkrebszentrum erfolgreich rezertifiziert

26.05.2020

Das Darmkrebszentrum des St. Josef-Hospitals hat mit seiner dreizehnten Rezertifizierung seinen hohen Qualitätsanspruch erneut erfolgreich bestätigt. Unter den 284 deutschen Darmkrebszentren liegt das St. Josef Hospital Bochum in den Kategorien Prozessqualität und Behandlungsqualität in der Bewertung ganz vorn. Besonders gute Noten vergaben die Prüfer in der Präzision der Tumorentfernung, in der geringen Zahl von Wundinfektionen sowie in der besonders geringen Zahl von Komplikationen im Allgemeinen und den unangenehmen Nahtbrüchen nach der Entfernung von Darmabschnitten im Besonderen. 

Der Bereichsleiter der Kolorektalchirurgie, Oberarzt PD Dr. Torsten Herzog, freut sich über die nicht einfach zu erarbeitende Auszeichnung: „Ich danke unserem gesamten Team für sein großes Engagement. Hier haben sich nicht zuletzt unsere regelmäßigen Fortbildungen sowie unsere exzellente Zusammenarbeit mit den Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Gastroenterologen im Hause bezahlt gemacht. All das ist uns ein Ansporn, noch besser zu werden und das Vertrauen unserer Patienten und zuweisenden ärztlichen Kollegen weiter zu rechtfertigen.“

Ins Leben gerufen wurde das Darmkrebszentrum des St. Josef-Hospitals im Jahr 2006. Als bundesweit erstes wurde es von der Deutschen Krebsgesellschaft  zertifiziert. Jährlich werden 150 Patienten mit Darmkrebs operiert. Zur Darmkrebsfrüherkennung werden jährlich mehr als 1500 Dickdarmspiegelungen durchgeführt. Das Zentrum ist ein wesentlicher Teil der Universitätsklinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, die von Prof. Waldemar Uhl geleitet wird.

NRW-Ministerpräsident Laschet verabschiedet italienischen Corona-Patienten nach Hause

18.05.2020

• Claudio Facoetti im St. Josef-Hospital Bochum erfolgreich behandelt

Sechs Wochen lag der schwer an Covid-19 erkrankte Italiener Claudio Facoetti im St. Josef-Hospital (Klinikum der Ruhr-Universität) in Bochum – nun konnte der 65-Jährige die Klinik verlassen. Er habe kaum Worte dafür, wie dankbar er der Bochumer Klinik sei, sagte Facoetti bei seiner Verabschiedung. Jetzt freut er sich aber doch auf Italien – auch deshalb, weil der Kaffee dort besser sei, wie er lachend hinzufügte.

Der Patient wurde zum Flughafen Düsseldorf gebracht, von wo er nach Bergamo heimflog. Zum Abschied war sogar NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach Bochum gekommen, wo er von Prof. Christoph Hanefeld, dem Medizinischen Geschäftsführer des Katholischen Klinikums (KKB), begrüßt wurde. Laschet hatte im März eine Initiative auf den Weg gebracht, die dazu führte, dass zehn italienische Corona-Patienten in NRW-Universitätskliniken zur Weiterbehandlung aufgenommen wurden.

„Als Herr Facoetti kam, wusste niemand, wie das ausgehen würde“, betonte Laschet. „Jetzt aber haben wir eine genesene Persönlichkeit vor uns.“ Dies zu sehen, sei außerordentlich schön. Der Ministerpräsident sprach von einem „Tag des Glücks und der Freude“.

Zuvor hatten die Intensiv-Pfleger des St. Josef-Hospitals dem Patienten zum Abschied ein T-Shirt des KKB mit ihren Unterschriften geschenkt. Darüber zeigte er sich gerührt. Der schwer erkrankte Claudio Facoetti war am 28. März aus Bergamo, damals gewissermaßen das Epizentrum der italienischen Corona-Krise, von der Luftwaffe nach Deutschland gebracht worden. Im St. Josef befindet sich aktuell noch ein zweiter italienischer Corona-Patient. Auch er ist stabilisiert und sein Gesundheitszustand verbessert sich kontinuierlich.

Erfolge in der internationalen Corona-Hilfsaktion

18.05.2020

Alle drei ausländischen Patienten des Katholischen Klinikums Bochum sind deutlich stabilisiert

Alle drei Corona-Patienten, die im St. Josef-Hospital im Rahmen einer internationalen Hilfsaktion aus dem Ausland nach Bochum gekommen und hier behandelt worden sind, haben sich deutlich stabilisiert und ihren Gesundheitszustand signifikant verbessert. Ein Patient aus Italien hat die Intensivstation vor wenigen Tagen verlassen und wird auf einer Normalstation weiter versorgt. Ein weiterer Italiener steht kurz davor. Ein niederländischer Patient hat am vergangenen Donnerstag mit einem Spezialtransport den Rückweg in seine Heimat angetreten.

 „Dass wir allen drei Patienten in dieser schwierigen Lage helfen konnten, freut uns außerordentlich. Krankheitsverläufe wie diese sind für uns alle immer wieder eine besondere Ermutigung und Motivation“, sagt der Medizinische Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum, Prof. Christoph Hanefeld. „Als die Anfragen aus dem politischen Raum kamen, haben wir keine Sekunde gezögert, Beatmungsplätze und Intensivbetten solidarisch bereitzustellen. Mein Dank geht an alle beteiligten Pflegekräfte und Ärzte für ihr hohes Engagement.“

Unerkannter Herzinfarkt kann das Leben kosten

18.05.2020

Corona darf nicht dazu führen, dass andere ernste Beschwerden verdrängt werden

So sehr die Corona-Pandemie uns in Atem hält, so wichtig ist es, auch andere ernste Krankheiten nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu gehören akute Brustbeschwerden. Aufgrund der Verunsicherung rund um Corona zögern Patienten oft zu lange, bevor sie einen Arzt aufsuchen. „Bleibt ein Herzinfarkt unerkannt, besteht Lebensgefahr“, sagt Prof. Andreas Mügge, Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie im St. Josef-Hospital Bochum (Katholisches Klinikum). „Kommt der Patient erst mehrere Tage später, kann der Schaden am Herzen oft nicht mehr repariert werden.“ So wie vor kurzem im St. JosefHospital. In dem konkreten Fall entstand durch die Verzögerung ein irreversibler Schaden am Herzmuskel, der bei rechtzeitiger Behandlung vermeidbar gewesen wäre. Bei einem 58-jährigen Patienten begann es mit Schmerzen im Nacken und im Rücken,verbunden mit ausgeprägtem Schwächegefühl. Wegen der Corona-Pandemie befürchtete er, sich beim Arzt mit dem Virus anzustecken. Als die Beschwerden nach einer Woche immer stärker wurden, stellte er sich schließlich in der Notfallaufnahme im St. Josef-Hospital vor. Bereits nach wenigen Minuten brachte ein EKG das bittere Ergebnis: Herzinfarkt. Es zeigte sich, dass dieser Infarkt bereits vor mehreren Tagen eingetreten war. Die noch am Aufnahmetag durchgeführte Herzkatheter-Untersuchung ergab den Verschluss eines Blutgefäßes, mit einer nicht mehr reparierbaren Schädigung des Herzmuskels.
„Wir wissen seit vielen Jahren, dass bei einem akuten Herzinfarkt rasches Handeln erforderlich ist, um möglichst zeitnah ein verschlossenes Herzkranzgefäß wiederzueröffnen“, sagt der Geschäftsführende Oberarzt der Kardiologie, Priv.-Doz. Dr. Michael Gotzmann. „Verzögert sich dies, droht nach wenigen Stunden ein dauerhafter Schaden am Herzen, so wie er bei diesem Patienten nun leider zu erwarten ist.“ Im schlimmsten Fall – und das betrifft etwa 50.000 Menschen in Deutschland pro Jahr – kann man an einem akuten Herzinfarkt versterben. Dr. Gotzmann: In diesem Punkt hatte der Patient sogar großes Glück, auch wenn er in Zukunft durch den unbehandelten Herzinfarkt vermutlich an einer Herzschwäche leiden wird. Unser eindringlicher Appell an alle Patienten ist daher, sich auch in Corona-Zeiten bei unklaren und neuen Brustbeschwerden möglichst rasch im Krankenhaus vorzustellen. Das kann lebensrettend sein.“ Dies betrifft nicht nur Herzbeschwerden. „Unabhängig von Corona sind wir jederzeit darauf vorbereitet, Patienten mit akuten Erkrankungen zügig und effizient zu behandeln“, sagt Prof. Christoph Hanefeld, Medizinischer Geschäftsführer im Katholischen Klinikum Bochum (KKB). „Mit vielen Hygiene-Maßnahmen wird das Ansteckungs-Risiko für Corona in der Klinik sehr niedrig gehalten. Wir bleiben auf jeden Fall wachsam.“